Hundehaltung


Süß ist sie ja, von allen Freunden gemocht und immer so freundlich. Das ist mein Beagle. Aber dass diese knuffigen Vierbeiner absolute Dickköpfe und kleine Fressmaschinen sind, das wissen meist nur die Beaglebesitzer :)

Canis lupus heißen die Beagle in der korrekten Bezeichnung und sie stammen aus Großbritanien. Dort ist er im 14.Jahrhundert (wahrscheinlich aus kleinen Foxhounds) entstanden und diente auf Grund des sehr stark ausgeprägten Jagdinstinktes der Kaninchen und Hasenjagd.  

Der Beagle ist ein robuster und kompakter Laufhund, der sehr viel Bewegung braucht. Bei  geringer Bewegung geht diese Hunderasse sehr schnell in die Breite – was auch dem unermüdlichen Heißhunger zu schulden ist. Er besitzt lange Hängeohren und ist von mittelhoher Statur. Größe: 33-41 cm. Gewicht: 8-14 kg.

Das auffallende ist die dreifarbige Zeichnung, das kurze und glatte Fell sowie die dunkelbraunen treuen und immer nach Fressen und Liebe schreienden Knopfaugen.

Der Beagle wird bis heute noch als Jagdhund gehalten, doch ist er wegen seines anhänglichen Wesens auch ein beliebter Familienhund. Mit Kindern ist er sehr umgänglich und verzeiht auch mal ein Schwanzziehen. Sein Temperament ist freundlich und lebhaft, jedoch hat jeder kleine Beagle auch diesen berühmten Schalter: ja genau, den Schalter den sie umgelegen können, um für Herrchens Stimme auf Durchzug zu schalten :)

Auf Zooplus wurde soeben ein neuer Artikel vorgestellt. das Erst-Hilfe-Set für den Hund:

„Fast jeder Hundebesitzer hat es schon einmal erlebt: der Hund verletzt sich beim Spielen, Toben, bei einer Beißerei oder gar bei einem Unfall.
Bis zur schnellstmöglichen tierärztlichen Versorgung vergehen dennoch oft wertvolle Minuten, in denen eine Wunde erstversorgt, eine Blutung gestillt oder ein Schockpatient ruhig, trocken und warm gelagert werden sollte. Das Erste-Hilfe-Set beinhaltet alles, was in solchen Fällen benötigt wird und paßt dabei in jeden Rucksack oder ist praktischerweise am Gürtel zu befestigen, so daß es immer mitgeführt werden kann. Es wird ergänzt durch eine Liste von Erste-Hilfe-Maßnahmen, die man am verunfallten Tier durchführen kann. Ein unverzichtbarer Begleiter beim Hundespaziergang.“

Gar nicht schlecht, oder?? :)

Das Tierheim Berlin veröffentlicht den Hunde-Knigge am Urlaubsort: 

Damit der Hund auch bei der nächsten Reise ein gern gesehener Gast ist, sollte er sich natürlich von seinen „Schokoladenseite“ zeigen.

Es muß darum selbstverständlich sein, daß…

- der Hund im Zimmer oder im Ferienhaus keine Schäden anrichtet
- der Hund nicht im Bett, sondern auf einer mitgebrachten Decke oder im Körbchen schläft
- dem Hund vor Betreten des Zimmers mit einem alten Handtuch die Pfoten gereinigt werden
- der Hund im Hotel / in der Ferienanlage an der Leine zu führen ist
- der Hund – sofern er mit ins Hotelrestaurant darf – nichts vom Tisch zu fressen bekommt
- Fiffis „Hinterlassenschaften“ beseitigt werden
- der Hund nur an einem ausgewiesenen Hundestrand ins Wasser darf
- der Hund in Naturschutzgebieten an der Leine bleibt!

Wer sich einen Hund anschaffen möchte, dem sollte bewusst sein, dass es nie bei den reinen Anschaffungskosten bleiben wird. Sicher scheint es verlockend, wenn Nachbars Hündin ein Wurf Welpen bekommen hat, die alle samt so süß und goldig aussehen. Aber auch wenn man den Welpen geschenkt bekommen würde: ganz ohne Geld geht es leider nicht.
In der Regel kostet ein Hund natürlich Geld in der reinen Anschaffung. Rassetiere können richtig teuer sein. Für einen Golden Retriever Welpen mit Papieren muss man derzeit ca. 600,00 – 800,00 Euro zahlen. Ein Jack Russel Welpe kann schon 1.000,00 Euro kosten. Nach oben ist dem natürlich keine Grenze gesetzt. Aber auch ein Tier aus dem Tierheim, ist nur durch Zahlung einer Schutzgebühr zu bekommen. Für einen Hund muss man circa 250,00 Euro einplanen.

In der Euphorie und Vorfreude vergisst man dann, dass der Hund aber auch Fressen, Schlafen usw. muss und auch das kostet Geld. Alle sogenannten „Haltungskosten“ sind von der Größe des Hundes abhängig. Das ein kleiner Mops weniger benötigt als eine Dogge, ist klar.

Neben der Anschaffung muss also mit folgenden Kosten gerechnet werden:

Futterkosten: je nach Sorte des Futters und Größe des Hundes, liegt der Preis zwischen 200,00 und 400,00 Euro im Jahr. Für einen 12 kg Sack Hill`s Trockenfutter, zahlt man beispielsweise 50,00 Euro. Aber vor allem am Futter sollte nicht gespart werden.

Grundausstattung: wenn man sich einen Welpen kauft, so darf man nicht vergessen, dass auch dieser schnell aus den neuen Kinderschuhen hinausgewachsen ist. Halsband und Körbchen müssen daher öfter neu gekauft werden. Aber auch bei ausgewachsenen Hunden, darf dieser „unwesentliche“ Posten nicht unterschätzt werden. Für ein Körbchen zahlt man wenn es günstig ist so 40,00 Euro. Ein Leinenset bestehend aus Geschirr und Leine kostet ebenso bei guter Qualität 45,00 Euro. Eine Ausrüstung an Trink- und Fressnäpfen, das Spielzeug, der Anschnallgurt für das Auto, die portable Wasserflasche für lange Spaziergänge, Decken und Bürsten machen einen wirklich beachtlichen Wert aus. Vorallem in der Angangszeit, wenn man die Leine unbedingt auch noch in hellblau haben muss ;) Geschätze Kosten aufs Jahr werden so bei 150,00 Euro liegen.

Versicherung: die HUndehalterhaftpflicht ist wie eine Pflichtversicherung zu sehen. Sofern man keinen Kampfhund hat, ist diese so ab 40,00 Euro zu erhalten. Die Preisspanne ansich liegt aber so zwischen 40,00 und 120,00 Euro im Jahr.

Hundesteuer: auch die Gemeinde möchte auch an dem Neuankömmling teilhaben. Dafür sind jährlich je nach Rasse, Anzahl der Hunde und Gemeinde ab 60,00 Euro im Jahr fällig.

Tierartz: wahrscheinlich einer der unberechenbarsten Punkten. Die Impfung und regelmäßige Entwurmung, unter Umständen der Zeckenschutz, bringt im Jahr stolze 80,00 euro mit sich. Bei unerwarteten Krankheiten oder Unfällen, werden die Sprünge von einem Hunderter zum anderen aber schnell „erledigt“.

Dennoch sollte einen dies bei gegebener finanzieller Klarheit nicht abschrecken. Es dient lediglich dazu, um nicht den Hund bereits neben sich zu haben, aber dann erschrocken festzustellen, dass es nicht bei den Anschaffungskosten bleibt.
Ich würde meinen Hund auch für kein Geld der Welt wieder hergeben. :)

Keiner wünscht sich das, aber es kommt immer wieder vor: Tiere verschwinden. Sei es durch Unachtsamkeit des Besitzers oder durch Diebstahl. Traurig aber wahr – in Zeiten, in denen ein Jack Russel Welpe 1.000 Euro kostet, verschwinden auch immer mehr von den kleinen Rackern.

Daher ist es sinnvoll, das eigene Tier zu kennzeichnen, um es im Fall der Fälle eindeutig identifizieren zu können. Mögliche Varianten sind das Halsband mit Anhänger, das Tätowieren und das Chippen. Jede Variante hat Vor- und Nachteile, daher wäre eine Kombination aus allem wohl das Beste.

Der Anhänger am Halsband signalisiert am deutlichsten, dass der Hund ein Herrchen hat. Wenn an diesem die Adresse vermerkt ist, so kann ein entlaufenes Tier schnell abgegeben werden. Nachteil ist natürlich, dass ein Hund das Halsband verlieren kann.

Die Tätowierung hingegen kann nicht „verloren“ werden. Meist wird an der Innenseite des Ohres oder am Schenkel eine Identifikations-Nummer eintätowiert. Wenn diese Nummer in einem Register eingetragen ist, so kann ein Tierartz auch den Besitzer finden. Nachteil ist aber, dass nicht alle Tiere eingetragen sind, dass es keine einheitliche Regelung zur Nummernvergabe gibt und dass bei unsauberer Arbeit die Nummer verwachsen kann und unleserlich wird.

Der Mikrochip ist unverwüstlich. Er wird mit Hilfe einer Spritze vom Tierartz in die Halsseite des Hundes gesetzt und kann sort in der Regel auch nicht „wandern“. Aber auch hier gilt: ohne Registrierung der Chip-Nummer ist das Prozedere wertlos. Per Scanner kann jedoch beim Tierschutzbund eingetragenen Hund die Nummer und damit auch das Herrchen herausgefunden werden. Für Außenstehende ist es jedoch schwer zu erkennen, ob der Hund gechippt ist oder nicht.

Lärmbelästigung durch einen Hund ist nicht selten der Vorwurf von Leuten, die selbst keinen Hund haben. Auch wenn diese manchmal vielleicht zu wenig Verständnis für die Vierbeiner haben, so sollte auch kein Hundehalter zulassen, dass der eigene Hund Stunden lang am Zaun bellt oder in der Wohnung klefft wenn Herrchen nicht da ist.

Ständiges Bellen ist für niemanden zumutbar, weder für den Menschen noch für den Hund. Nur nach welchen Kriterien soll man entscheiden, ab wann es Lärmbelästigung ist? Dazu gibt es Gerichtsurteile, die folgendes besagen:

1. Das bereits erteilte Recht auf Hundehaltung kann in Wohnungen nur dann widerrufen werden, wenn der Hund andere Mieter belästigt. Dies heißt jedoch nicht, dass das freudige Begrüßen und das Anschlagen bei fremden zur Belästigung zählt. Dies ist nur normales Verhalten eines Hundes.

2. Fiffi braucht ne Uhr: In den Zeiten von 13:00 bis 15:00 Uhr und von 22:00 bis 06:00 Uhr hat der Besitzer dafür zu sorgen, dass der Hund weder bellt noch winselt oder jault. Ferner ergänzt das Oberlandesgericht, dass außerhalb von diesen „Sperrzeiten“ das Gebell nicht länger als 10 Minuten am Stück und insgesamt nicht mehr als 30 Minuten am Tag andauern darf.

Dies sind Richtlinien, aber vorallem bei Dauergekleffe oder nächtlichem Gebell sollte das Herrchen dafür sorgen, dass der Hund dies abstellt. Sicher ist ein Besuch bei der Hundeschule nie von Nachteil. Schließlich muss die Ursache des Dauerkleffens gefunden werden.